BERLIN (zaw) - Eine nach wissenschaftlichen Kriterien angelegte Analyse von 3.320 TV-Spots aus 26 Branchen in Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten von Politikern über Bildschirmwerbung verbreiteten Hypothesen falsch sind. So treffe es nicht zu, dass fett- und zuckerhaltige Produkte auf dem Bildschirm dominieren, alkoholische Getränke insbesondere zur Jugendzeit am Nachmittag werbend offeriert oder Frauen überwiegend bei Hausarbeiten gezeigt würden - so die Untersuchung 'Fernsehwerbung in Deutschland' von Dr. Konstantin Korosides unter anderem. "Die eklatante Realitätsschwäche mancher politischen Äußerungen über Fernsehwerbung lässt sich nicht mehr aufrecht erhalten", sagte zu den Studienergebnissen ein Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).
BERLIN (dw) - Wie viele Bürger haben sich beim Deutschen Werberat beschwert? Über wie viele Kampagnen hatte das Gremium zu entscheiden und mit welchem Ergebnis? Fragen, die das Jahrbuch der selbstdisziplinären Instanz beantwortet. Auf den 88 Seiten erfährt der Leser darüber hinaus, was die Protestler an der kommerziellen Werbung zu kritisieren hatten und welche Branchen sowie Medien im Fokus der Beschwerden standen.
Tabu-Brecher Werbung? Vier aktuelle Probleme werblicher Kommunikation. Die gute Seite des Tabu-Bruchs. Das Soziale an der Profit-Maximierung. Schläge mit dem Werbehammer. Instrumentalisierung der Presse - eine Fehlkalkulation. Grundsätze
Verkehrserziehung - das richtige Thema. Automobilwerbung - das falsche Rollenverständnis. Soziale Botschaften - vom Risiko des Maultier-Effekts.
Leben ist werben; Der Markt als Tabu-Brecher? Medien - "im Treibhaus der Werbung"? Politische Manipulation an der Markt-Kommunikation; Voodoo-Glaube von der Werbewirkung.
Emotion? Aufklärung? Das Bedrohungspotenzial; Verantwortung von Politik und Wirtschaft; Wirtschaftliche Folgen des EU-Dekrets; Der Verbraucher ist der Dumme; Umgeben von Konsumtrotteln; Gesellschaft der Gutmenschen oder freiheitliche Ordnung? Bausteine der Vernunft.
Kommerzielle Kommunikation kontra Religion?