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Freitag, 30. Juli 2010

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AKTUELL

  • Auflagen Pressemedien leicht gesunken
    Beruhigt sich der Auflagen-Rückgang?

    BERLIN (zaw) – Auch im zweiten Quartal des Jahres war die Bilanz des Auflagentrends der deutschen Pressemedien im Schnitt meist negativ - aber moderat, so die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) in ihrer Quartalsbilanz April bis Juni. ...mehr

  • Effizienztag bringt Licht
    Wissens-Update am 7. Oktober in Berlin

    BERLIN (zaw) – Spannend: Gestaltung, Erfolgsmessung und Zielgenauigkeit von Markt-Kommunikation spielen beim 7. Effizienztag der DWG-Deutsche Werbewissenschaftliche Gesellschaft ebenso eine bedeutende Rolle wie die Möglichkeiten von Web 2.0, von Social Media und deren Auswirkungen auf den modernen Dialog mit der Zielgruppe. ...mehr

  • Internet-Nutzung wächst langsamer
    Fast drei Viertel der Bürger im Netz

    BERLIN (zaw) - Rund 19 Millionen Bundesbürgernutzen nicht das Internet. Diese "Offliner" stellen einen Anteil von 28 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren, die größte Gruppe sind ältere Frauen. Die jährliche Zunahme der Internet-Nutzung fiel mit 2,9 Prozentpunkten geringer aus als 2009 (+4 Punkte). Insgesamt sind jetzt 72 Prozent der deutschen Bevölkerung im Netz. Die Internet-Nutzung in der Gesellschaft nimmt mit dem Alter ab und steigt mit dem Bildungsgrad. ...mehr

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SEXISTISCHE WERBUNG: "Wie Kunststoff auf heißer Herdplatte"

BERLIN (zaw) - Frau mit Loch im Rock, das den Blick auf die nackte Scham freigibt. Mit diesem Foto in einer Anzeige lockte ein Möbelhändler Kunden in Bremen. Oder ein Dachdeckerbetrieb: Auf der Plane vor einer Hausfassade ist ein Handwerker abgebildet, auf dessen Arm eine nackte Frau sitzt. Dazu der Text: "Wir decken fast alles". Für den Sprecher des Deutschen Werberats, Volker Nickel, ist das "schamloser Realismus", wie er vor Gleichstellungsbeauftragten und Politikerinnen der GRÜNEN in einer Analyse über das aktuelle Frauenbild in der Werbung jetzt in Berlin sagte.

Die meisten Unternehmen ließen die Finger von frauen-feindlichen Werbeaktivitäten, nicht nur aus moralischer Überzeugung, sondern auch aus handfesten betriebswirtschaftlichen Überlegungen. Der Bumerang liege immer neben solchen Formen von Provokation. Nickel: "Regeln brechen kann Marken brechen". Aufmerksamkeit für ein Angebot sei nicht automatisch brauchbare Kommunikationsleistung. Extreme Werbung könne zwar das Interesse von Medien wecken und zur Unterhaltung der Bevölkerung beitragen, "aber auch schlechte Aufmerksamkeitswerte produzieren und Konsumenten von Regalen und Geschäften fernhalten".

Werbung finde aber nicht in einem antiseptischen Raum statt, sagte Nickel. Sie infiziere sich ständig und absichtlich mit gesellschaftlichen Trends. Kein anderes Medium verarbeite den Zeitgeist so schnell wie Werbung. Deutschland sei in den fünfzig Jahren seit Inkrafttreten des Gleichberechtigungsgesetzes und später der Liberalisierung des Sexualstrafrechts ein tolerantes Land geworden. Das Selbstbewusstsein der Frauen sei erheblich gewachsen. Männerhass sei out. Der Feminismus der Nachkriegszeit verblasse zugunsten einer unverkrampften Frauenbewegung, die auf Geschlechterkampf verzichte.

Sexistische Markt-Kommunikation beschränke sich auf Randzonen des Werbegeschehens. Sie würden energisch vom Deutschen Werberat angegangen und verschwänden in der Regel wieder rasch vom Markt.

ANALYSE : Frauen, Werbung und Gesellschaft (pdf)


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