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Freitag, 10. September 2010

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AKTUELL

  • Zarte Wende bei amerikanischen Zeitungen
    Geringeres Tempo beim Werbeschwund

    WASHINGTON (zaw) - Die erste Ausgabe einer amerikanischen Zeitung mit dem Titel Publick Occurrences vom 2. September 1690 war nur einen Tag erhältlich; danach wurde sie von den britischen Kolonialbehörden verboten. Und fast sah es aktuell so aus, als ginge diese Mediengattung in den Fluten der US-Wirtschaftskrise und struktureller Metamorphose im Markt der Werbeträger unter. Nun deutet sich die Wende zum Besseren an. ...mehr

  • Drucker etwas weniger unter Druck
    Volumen schwindet langsamer

    WIESBADEN (zaw) - Das Produktionsvolumen der Druckerzeugnisse und Druckleistungen ist im ersten Viertel des laufenden Jahres zwar um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, liegt aber damit über der Verlustrate des gesamten Jahres 2009 mit -12 Prozent. ...mehr

  • Schweizer Presse spürt Medienwandel
    Aber vielfältige Gründe für Leserverluste

    ZÜRICH (zaw) - Die meisten Titel der Zeitungen in der Schweiz haben zwischen den Jahren 2004 und 2010 an Reichweite verloren. Gründe dafür sind indessen nicht nur Effekte der wachsenden Medienangebote im Internet sowie in den Kabelnetzen. ...mehr

  • ZAW ist Mitglied im Media Smart
    Fördert Werbekompetenz von Kindern

    KÖLN (zaw) - Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW hat sich dem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Medien- und Werbekompetenz von Kindern und Jugendlichen Media Smart angeschlossen. ...mehr

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Nachhaltigkeit

Seit mehreren Jahren, verstärkt seit dem Klimaschutzgipfel 2007, verfolgt die EU-Kommission die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit besonderer Priorität. Dies spiegelt sich in verschiedenen EU-Rechtssetzungsvorhaben wieder, die zum Teil auf die Werbung ausstrahlen. Erklärtes Ziel dieser Maßnahmen ist die Erziehung der Verbraucher hin zu einer umweltbewussteren, Energieressourcen sparenden Lebensweise nach Vorstellungen der EU-Behörde.

Neben der geplanten Überarbeitung der Richtlinie über die Bereitstellung von Verbraucherinformationen über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beim Marketing für neue Personenkraftwagen werden derzeit die Kennzeichnungsmodalitäten für andere energieverbrauchsrelevante Produkte überarbeitet. Was bislang nur für das sogenannte 'Weiße-Ware-Segment' - Wasch- und Spülmaschinen, Kühlschränke und Tiefkühlgeräte galt, soll künftig auch für andere Produkte gelten, die sich auf die Energiebilanz der Haushalte auswirken. Der Verbraucher soll vor dem Kauf über die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Produkts informiert werden – will er nun einen Computer, einen Kühlschrank, ein Fenster oder einen Reifen kaufen.

Auch die Wirtschaft unterstützt die Einsparung von Energie und die Verringerung des CO2-Ausstoßes als ein gesamtgesellschaftliches und globalpolitisches Anliegen. Die Steuerungsmacht der nachfragenden Verbraucher – wesentlich gefördert durch die Berichterstattung werbefinanzierter Medien - tut ihr übriges, dass Unternehmen zunehmend mehr in die Forschung und Produktion energiesparsamer Produkte investieren. Das Vertrauen der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments in diese Marktmechanismen ist indessen begrenzt. Sie fordert Zwangsangaben - auch für die Medienwerbung -, um letztlich über ein Stigmatisierungssystem den Prozess der Produktfortentwicklung zu beschleunigen.

Nach Ansicht des ZAW sollten umweltrelevante technische Information dort platziert werden, wo der Konsument diese Information gezielt nachfragt und wo er sie in der für sein Verständnis erforderlichen Detaildichte finden und bei Bedarf vertiefen kann. Die massenmediale Werbung, namentlich Werbeanzeigen und -spots, sind hierfür nicht der geeignete Ort.


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