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Werbewirtschaft mit positivem Ausblick bei Umsätzen, Beschäftigung und Konjunktur (ZAW Pressemeldung Nr. 14/16)

BERLIN, 24. November 2016 - Die Mitgliedsverbände des ZAW schätzen die Entwicklung der Werbeumsätze, der Beschäftigung sowie der Konjunktur in ihren jeweiligen Teilbranchen weit überwiegend stabil bis positiv ein. Das gilt sowohl für die sechs letzten wie nächsten Monate und ist Ergebnis der aktuellen Herbstumfrage des ZAW unter seinen Mitgliedern. Weniger positiv bewerten die ZAW-Verbände, wie die politischen Parteien und die EU-Kommission die Werbewirtschaft als wichtigen Faktor für Wachstum und Wohlstand berücksichtigen – mit einer Ausnahme.

In den Branchen der ZAW-Mitgliedsverbände haben sich im vergangenen halben Jahr die Werbeumsätze zu 44 Prozent gut bis sehr gut entwickelt und zu 40 Prozent sind sie stabil geblieben. Ähnlich sieht es bei der Entwicklung der Beschäftigung und der Konjunktur in diesen Teilbranchen der Werbewirtschaft aus, wobei hier die Hälfte der ZAW-Mitglieder die Entwicklung als unverändert einschätzt . (detaillierte Angaben und Diagramme) 

Der Ausblick auf die nächsten sechs Monate ist sehr ähnlich: 40 Prozent der ZAW-Mitglieder gehen von steigenden und leicht steigenden Werbeumsätzen aus, während 53 Prozent keine Veränderung erwarten. Fast identisch sehen die Erwartungen bei der Entwicklung der Beschäftigung aus. Die konjunkturelle Entwicklung in den Teilbranchen wird etwas positiver eingeschätzt: 47 Prozent der ZAW-Mitglieder gehen von einem Anstieg oder leichten Anstieg aus und 43 Prozent von einer stabilen Entwicklung. (detaillierte Angaben und Diagramme)

Dieser Ausblick seiner Mitgliedsverbände deckt sich mit der ZAW-Prognose zum Wachstum der Werbeinvestitionen im Jahr 2016 um 2,5 Prozent. Damit trägt die Werbewirtschaft mehr als 1,5 Mrd. Euro zum erwarteten BIP-Wachstum Deutschlands 2016 bei, das vom DIW Berlin und anderen Wirtschaftsforschungsinstituten auf insgesamt 1,9 Prozent geschätzt wird. Diese Berechnung beruht auf der Methodik und den Ergebnissen der wissenschaftlich-empirischen Studie des DIW Econ, Berlin, „Die ökonomische Bedeutung der Werbung“ . Sie ist von ZAW und GWA beauftragt und im Oktober 2016 veröffentlicht worden.

Mit Blick auf den Bundestagswahlkampf 2017 hat der ZAW seine Mitgliedsverbände befragt, wie effektiv die politischen Parteien diesen bedeutenden Beitrag der Werbewirtschaft zu Wachstum und Wohlstand in ihrer Politik berücksichtigen. (Aufgrund ihres großen wirtschaftsregulierenden Einflusses wurde auch die Arbeit der EU-Kommission in diese Umfrage einbezogen.) Die Skala reichte von 1 = sehr niedrige Effektivität bis 10 = sehr hohe Effektivität. Für die ZAW-Verbände sind in dieser Hinsicht die AfD und Die Linke abgeschlagene Schlusslichter; alle anderen Parteien und die EU-Kommission kommen nur auf mittlere Werte bei der wirtschaftspolitischen Berücksichtigung des Wachstumsfaktors Werbewirtschaft oder bleiben darunter. Die Ausnahme ist die FDP: Mit einem Wert von 7,3 stehen die Freien Demokraten mit deutlichem Abstand an der Spitze. (Grafik)

Beim traditionellen Barometer der Werbebranche zu ihrer aktuellen Lage – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich – setzt sich der leichte Aufwärts-trend der letzten beiden Jahre fort. Der Indikator stieg von 5,0 im vergangenen Frühjahr auf 5,2 (auf einer Skala von 1 = bedrohlich bis 8 = ausgezeichnet). ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina betont mit Blick auf das Bundestagswahljahr 2017: „Der Werbemarkt ist in sehr guter Verfassung. Er hat alle Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln und seinen Beitrag zu Wachstum und Wohlstand auszubauen. Diese Chance muss auch die Politik erkennen und berücksichtigen. Die Bundestagswahl 2017 sollten alle Parteien nutzen, die Bedeutung der Werbung für Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Programmen zu verankern.“